Herangehensweise an Beratung und Coaching

Hier werden verschiedene Aspekte zur Herangehensweise an Beratung und Coaching erläutert. Immer geht es prozessorientiert darum, wie Türen geöffnet, Räume erschlossen, Brücken gebaut, Stromschnellen umfahren und gelingende Beziehungen voller Kraft, Vertrauen und Zuversicht hergestellt werden können. Beziehung zu sich, zu anderen und zur Lebenswelt.

Die Haltung der PrEssenz®

Eine InnenRaumReise: Ganz gesammelt, ganz bei sich.

Die Herangehensweise der PrEssenz® deckt Potenzial auf, das in jedem von uns vorhanden ist. Sie bringt uns in eine Präsenz und Kraft und in Möglichkeiten, die wir vorher nicht hatten. In verdichteten Begegnungsübungen wird auf spannende und manchmal spektakuläre Weise erfahrbar, wie wir Menschen uns ständig gegenseitig beeinflussen. Wir finden zunehmend in eine gesammelte und zugewandte Haltung und sehen uns gestärkt in beruflichen wie privaten Zusammenhängen.

Systemisch ganzheitliche Herangehensweise

Der Flug der Kraniche

Der Blick des Begleiters geht auf das gesamte System, sowohl auf das ganze Feld des Begleiteten als auch auf das eigene.

Das erste System, in das jeder Mensch hineingeboren wird, ist die Herkunftsfamilie. Weitere Systeme kommen hinzu. Durch den zugewandten weiten Blick auf diesen Gesamtkontext eines Systems (oder mehrerer) ergeben sich für den Begleiter Impulse für eine angemessene Intervention.

Einzel-, Paar- und Gruppenübungen

Erfahrungs-Übung zur Präsenz

Gemeint sind differenzierte, abwechslungsreiche, Themen fokussierende und aufdeckende Einzel-, Paar- und Gruppenübungen aus verschiedenen Bewegungssystemen, die durch ihre Aufgabenstellung und Form die Wirkkräfte und Wechselwirkungen zwischenmenschlicher Begegnung unmittelbar erfahrbar machen.

Ressourcen- und Lösungsorientierte Begleitung

Ressourcen sind Kraftquellen oder produktive Potentiale (Talente, Fähigkeiten und Fertigkeiten von Einzelnen oder einer Gruppe), die zur Realisierung von Herausforderungen oder zur Umsetzung langfristiger Ziele dienen können und zu einem biopsychosozialen Wohlbefinden und erhöhter Resilienz beitragen.

Geschichten, Gleichnisse und Metaphern

Lange haben die Menschen die Welt nicht gemessen, gewogen und berechnet, sondern erzählt. Aus vielen kleinen Geschichten wurde eine große. Geschichten schaffen Wirklichkeit.

Erfahrungsantworten in der Begleitung von Menschen

Der Mensch lernt und wächst über die körperlich wahrnehmbare Resonanz in der Begegnung mit seinen Lebensbedingungen. Nur was ihn berührt und ergreift und was er berühren und ergreifen kann, öffnet Lernräume, fördert Wachstum und gibt ihm Orientierung.

PrEssenz® – Eine effektive unkonventionelle Herangehensweise

Es gibt so viel wichtiges Fachwissen, wunderbare Methoden und Techniken, es bleibt jedoch die Frage, ob sie uns auch zur Verfügung stehen, dann, wenn wir mit dem Rücken an der Wand stehen, wenn es richtig eng wird und wir voll unter Druck stehen.

Genau hier hat die PrEssenz® (nach Joël Weser) ihre besondere Bedeutung. Sie führt uns in eine Präsenz, in der wir in unsere wirkliche Kraft und Möglichkeiten kommen können, beruflich wie privat: Beispielsweise als Führungskraft im Unternehmen, als Lehrkraft im Spannungsfeld Schule, als Sozialarbeiter im sozialen Brennpunkt und als Eltern in der Erziehungsverantwortung.

Die PrEssenz® ist eine ganzheitlich systemische Herangehensweise, die das Essenzielle des menschlichen Seins berührt – nämlich zutiefst verbunden zu sein, sein eigenes Wesen ausgestalten zu können und in die Welt zu bringen. Sie dient damit unmittelbar dem Leben und der Liebe.

In verdichteten Erfahrungs- und Begegnungsübungen wird auf eine spannende und manchmal spektakuläre Weise erfahrbar, wie wir Menschen uns ständig gegenseitig beeinflussen. Wir erleben, wie grundlegend die ganze Situation und der andere Mensch sich verändern, wenn wir in eine gesammelte und zugewandte Haltung finden. Unversehens sind wir in einer Präsenz und Kraft und in Möglichkeiten, die wir vorher nicht hatten.

Mehr Lebendigkeit und Beziehungsfähigkeit eröffnen sich: Durch geführte InnenRaumReisen lernen wir innere und äußere Räume zu öffnen, durch die sich bisher gehaltene und verhindernde geistige, körperliche und emotionale Strukturen zeigen und in einer lösenden Weise bewegen können. Überlebtes und Blockierendes kann zurück bleiben und bisher schlummernde Potenziale werden freigelegt.

Gesundheit und Leistungsfähigkeit werden gestärkt, Lebensfreude erweitert: Durch das Erlernen, gezielt stärkende und erweiternde mentale Haltungen und Zustände einzunehmen, begegnen wir eigenen, wirklichen Möglichkeiten, die bislang abgedeckt waren. Diese lassen sich direkt auf den beruflichen und privaten Alltag übertragen und hier weiter entwickeln.

Die Entwicklung einer phänomenologischen Haltung und einer systemischen Bewusstheit durch die PrEssenz® bringt uns mit dem in Kontakt, was uns selbst und andere Menschen in der Tiefe bewegt. Darüber entwickeln wir eine offene, weil unvoreingenommene und wache Haltung für die tiefen Vorgänge, die oft kraftvoll hinter dem Vordergründigen und unter der Oberfläche wirken. Wir finden und nehmen unseren Platz und Raum immer mehr ein, was Energie freisetzt und dem Wohlbefinden und der Leistungsfähigkeit dient.

Die ständige Einbeziehung des Körpers führt zu einem ganzheitlichen Erleben, geistig, körperlich und seelisch. Diese ganzheitlichen Erfahrungen bewirken in besonderer Weise entsprechende, neue Vernetzungen in unserem Gehirn. Diese neuen Vernetzungen wiederum vergrößern unsere Möglichkeiten, es in dieser Weise intelligent zu nutzen. Wir lernen im gegenwärtigen Moment, ganz da zu sein.

Auf den Körper bezogen eröffnet die PrEssenz® eine neue Bewusstheit für die inneren Vorgänge und wie diese zum Äußeren in Beziehung stehen. Die unentwegte Einnahme gelöster und offener Haltungen schafft einen Vitalitätszustand, der körperliche und psychische Symptome vermindert und die Gesundheit erhält und erweitert.

Diese Herangehensweise entwickelt über das eigene Wachstum und die Entwicklung einer gesammelten und zugewandten Präsenz in einer besonderen Weise die Möglichkeit, Menschen im Wachstumssinne zu begleiten und zu führen, achtungsvoll, gesammelt und zugewandt.

Systemisch ganzheitliche Herangehensweise

Sichtbarmachen der Zusammenhänge in einem Familien-System mit Bodenankern

Ein funktionierendes natürliches System: Der Flug der Kraniche

Das erste System, in das der Mensch hineingeboren wird, ist seine Herkunftsfamilie. Weitere Systeme kommen hinzu. Der Blick des Begleiters geht immer auf das gesamte System des Begleiteten.

Wer zum System gehört, ist individuell zu klären und muss sich als sinnvoll, dienlich und bewusstseinserweiternd erweisen. Davon ausgehend, dass alle Mitglieder eines Systems miteinander verbunden sind, übertragen sich die Bewegungen eines Einzelnen auf die anderen, ähnlich einem Mobilé. Eine Veränderung in einem Teil des Systems beeinflusst somit das ganze System, bewusst oder unbewusst. Vorgänge in Systemen lassen sich als zirkuläre Wechselwirkungsprozesse beschreiben, weniger als linear.

Die Aufstellungsarbeit (in Einzelberatung und Gruppensettings) macht die Zusammenhänge und Dynamiken in einem System sicht-, fühl- und nachvollziehbar. Durch den zugewandten weiten Blick des Begleiters auf den Gesamtkontext ergeben sich Impulse für eine angemessene Intervention.

Unter Druck, angespannt, Tunnelblick – wie damit umgehen?

Einzel-, Paar- und Gruppenübungen

Differenzierte Erfahrungs- und Begegnungsübungen aus verschiedenen Bewegungssystemen dienen der Bearbeitung bestimmter Themen, wirken aufdeckend und machen durch ihre Aufgabenstellung und Form die Wirkkräfte und Wechselwirkungen zwischenmenschlicher Begegnung unmittelbar erfahrbar.

Die Übungen können vielfältig eingesetzt werden. Sie sind nicht an eine bestimmte Umgebung gebunden, sondern flexibel in jeder Beratungs- oder Alltagssituation anwendbar. Sie sind hilfreich, wenn bestimmte Aspekte im Umgang mit den unterschiedlichsten Situationen veranschaulicht und vor allem erfahrbar werden sollen.

Durch die Anwendung der Einzel-, Paar- und Gruppenübungen werden konkrete, für die persönliche Entwicklung förderliche Erfahrungen und dadurch Einsichten ermöglicht, die nachhaltig wirken. Erfahrungen bleiben im Körpergedächtnis, sie gehen sozusagen unter die Haut.

Weit, zugewandt, alles im Blick – ein entspannter Umgang mit dem Druck.

Ressourcen- und Lösungsorientierte Begleitung

Die ressourcen- und lösungsorientierte Begleitung erschafft Schritt für Schritt, orientiert an der individuellen Lebenslage der Betroffenen, Ideen, Lösungen und gangbare Wege. Dabei sind es die kleinen Schritte, die nachhaltig eine hohe Standfestigkeit erlauben.

In der ressourcen- und lösungsorientierten Begleitung geht es um die Wertschätzung, Aktivierung und Förderung von

  • physiologischen (u.a. Gesundheit, biophysische Integrität),
  • strukturellen (u.a. ökonomische Sicherheit, Teilhabe an Bildung und Arbeit),
  • personalen (u.a. Handlungskompetenzen, Selbstakzeptanz, Selbstwertüberzeugung, Bewältigungsoptimismus) und
  • sozialen (u.a. Beziehungsressourcen in Herkunftsfamilie, Partnerschaften und Freundschaftsnetzwerken) Ressourcen.

Ressourcen sind Kraftquellen oder produktive Potentiale (Talente, Fähigkeiten und Fertigkeiten von Einzelnen oder einer Gruppe), die einer Realisierung von Herausforderungen oder einer Umsetzung langfristiger Ziele dienen und zu einem biopsychosozialen Wohlbefinden (erhöhte Resilienz) beitragen können.

Geschichten, Gleichnisse und Metaphern

Ein starkes Team

Lange haben die Menschen die Welt nicht gemessen, gewogen und berechnet, sondern erzählt. Aus vielen kleinen Geschichten wurde eine große. Geschichten, Gleichnisse und Metaphern gibt es zu den verschiedensten Aspekten menschlicher Begegnung und über die verschiedensten Situationen, in denen sich Menschen befinden und wie sie darin bestehen können.

Geschichten schaffen Wirklichkeit. Sie senden Botschaften – bewusst und unbewusst. Während der Zuhörer eine Geschichte hört, können auf einer anderen Ebene Gedanken, Bilder, Suggestionen geweckt werden, die für den Lernprozess, für die Veränderungsbereitschaft, für das lösungsorientierte Denken und Handeln oder zur Orientierung förderlich, unterstützend und handlungsleitend sind.

Gerade in Veränderungsprozessen wird eine Vielzahl von Gefühlen bei den Betroffenen freigesetzt. Es ist von entscheidender Bedeutung, auch diese emotionale Ebene zu beachten. Geschichten, Gleichnisse und Metaphern helfen, Gefühle indirekt anzusprechen, sie zeigen, dass Gefühle ihren Platz haben dürfen und nicht selten auch einen Weg auf, wie diese Gefühle hilfreich genutzt werden können.

Mit Geschichten, Gleichnissen und Metaphern ist es möglich, Visionen wirksam zu transportieren. Sie sind oft wirksamer und tragfähiger als viele Worte. Sie lassen der eigenen Vorstellungskraft Raum. Phantasien, Ideen und Motivationen können freigesetzt werden. Sie können berühren, bewegen und verändern.

Denkanstöße, Anregungen und Tipps, die in eine Geschichte oder eine Metapher verpackt sind, entfalten langsam und nachhaltig ihre Wirkung durch innere Bilder, die beim Zuhörer entstehen und von ihm individuell mit der Geschichte verknüpft werden können.

Erfahrungsantworten in der Begleitung von Menschen

Der Mensch lernt und wächst über die körperlich wahrnehmbare Resonanz in der Begegnung mit seinen Lebensbedingungen. Nur was ihn berührt und ergreift und was er berühren und ergreifen kann, öffnet Lernräume, fördert Wachstum und gibt ihm Orientierung.

Als Begleiter treten wir, wie in anderen Lebensbereichen auch, zu Menschen in Beziehung. Und das, was dann in dieser Begegnung geschehen kann oder nicht geschieht, ist unmittelbar mit davon abhängig, in welcher Weise wir in diese Beziehung gehen.

Die Beziehungsvorgänge in und zwischen uns Menschen bilden ein riesiges Feld von Impulsen, Empfindungen, Wirkkräften und Wechselwirkungen. Wir stehen zu jeder Zeit und an jedem Ort in Verbindung zu anderen Menschen und werden so ständig auf der seelischen, körperlichen und geistigen Ebene von Beziehungen beeinflusst. Dabei räsonieren und reagieren wir darauf in der Regel weitestgehend unbewusst, aber unmittelbar und in vielfältiger Weise, wir wirken und werden bewirkt.

Diese Wirk-lichkeit wird nicht gewusst, sondern erfahren. Wir können viel über Dinge und Beziehung reden, lesen und schreiben, doch es erreicht und erfasst uns niemals so, wie das unmittelbare Erleben desselben. Alles was wir erfahren, jede Wahrnehmung, jedes Erleben, aber auch jedes Handeln, jeder Ausdruck, mit dem wir zu anderen Menschen und zur Welt in Beziehung treten, vermittelt und gestaltet sich in wunderbarer Weise über unseren Körper. Auch jedes Lernen, jede Bewegung, die Wachstum in sich trägt und fördert, muss uns als Ganzes erfassen und dazu braucht es für uns, in unserer Zeit und in unserem Kulturkreis vor allem den Zugang über den Körper.

Als Begleiter haben wir eine besondere Verantwortung in der Arbeit mit anderen Menschen, insbesondere mit jungen Menschen. Sowohl unsere innere Haltung als auch unsere Authentizität als Begleiter wird in der Begleitung unmittelbar und sinnenhaft deutlich spürbar. Dieser nonverbale Zugang erzählt nicht, wie es zu sein hat, sondern bietet die Möglichkeit an, die aktuelle Situation mit allen Sinnen wahrzunehmen und selbst einen gemäßen Umgang damit zu finden.

Über die Körperübungen betrachten wir die Beziehung zu uns selbst, zu anderen Menschen und zu den unterschiedlichsten Situationen. Einher geht damit die Entwicklung einer Wahrnehmung, die bei weitestgehender Gelöstheit – körperlich, seelisch und geistig – den größeren Zusammenhang in den Blick nehmen und halten kann. Veränderung und Wachstum sind stets an die Wahrnehmung gebunden. Dies gilt für die begleiteten Menschen wie für den Begleiter.

Es geht immer wieder darum, wie man die eigene Empfindungsfähigkeit für das, was uns stärkt und weitet, vergrößern und in der Begegnung mit anderen Menschen, mit unserer Umwelt und mit uns selbst einen adäquaten stimmigen Umgang finden kann. Dabei ist die Stärkung und Weitung im Sinne von Wachstum und Entfaltung unseres Wesens gemeint. Die Entfaltung und Ausformung dieser Empfindungsfähigkeit bietet einen roten Faden der Orientierung und wird durch die Körperübungen trainiert.

Die ausgesuchten und entsprechend der Zielsetzung des jeweiligen Konzepts modifizierten Einzel-, Paar- und Gruppenübungen sind eine Einladung, die eine öffnende und lösende Wirkung zur Folge hat. Die Übungen bringen auf eine spielerische Weise innerhalb eines geschützten Rahmens unmittelbar miteinander in Kontakt und gewährleisten eine ernsthafte Auseinandersetzung mit sich, der Beziehung zum Gegenüber und mit den Bedingungen. Es entstehen unvorhersehbare Situationen, Empfindungen, Erfahrungen und Eindrücke, die dann wiederum auch zu einem verbalen Austausch anregen können. Die Übungen bringen in Bewegung und Bewegung bedeutet Veränderung.

Über die Körperübungen öffnen wir einen Raum, in dem sich Wachstumsbewegungen zeigen und vollziehen können (phänomenologische Haltung). Damit kann sich die eigentliche Dynamik des jeweiligen Geschehens eröffnen, welche sonst unter der Oberfläche der gewohnten Erscheinungsebene verborgen bleibt. Durch die Art der Verdichtung und Aufgabenstellung der angebotenen Körperübungen können wir sehen und erleben, in welchem umfassenden Maß die eigenen körperlichen Spannungsverhältnisse mit unserer Art, in uns und in der Welt zu sein, zusammenhängen. In diesem Sinne handelt es sich um aufdeckende Übungen.

Der Transfer des Erlebten in den eigenen Erfahrungshintergrund und die Integration in den Alltag finden in unterschiedlicher Weise statt. So etwa als InnenRaumReise. Oder als unmittelbarer Austausch der Übenden darüber, in welcher Weise sie das soeben Erfahrene fühlen oder schon erlebt haben, mit was es vergleichbar ist bzw. was es für den eigenen privaten, beruflichen oder schulischen Alltag bedeuten kann. Oder auch in der gemeinsamen Sammlung und Einordnung des Erfahrenen (sharing) innerhalb der Großgruppe, in Kleingruppen oder in der Einzelberatung. Und schließlich auch über geeignete Werkzeuge und Techniken, die eigenständig in Alltagssituationen angewendet und eingesetzt werden können.